Ahlele Ahlenas pt. I

Ahlelele, ahlenas, Alter, was denkt ihr, ihr seid krass.

Ja, ich sehe euch, und in mir kommt all der Hass hoch.

Ich weiß, ich werde niemals dazugehören.

Ich habe es jahrelang versucht und mir dann geschworen:

Ich kann das nicht, ihr seid mir zu „shallow“.

Lieber lebe ich einsam und verbittert in eurem „shadow“.

Denn das fühlt sich immerhin echt an und nicht so synthetisch wie diese bunten Plastikturbane auf dem Kopf.

Ich habe endlich die Projektionsfläche für all die negativen Punkte dieser Gesellschaft: Es ist die „Keine Musik“-Community, wer hätte das gedacht.

Noch vor drei Tagen kannte ich „Keine Musik“ nicht einmal, und jetzt: Spätkapitalismus mit purem Konsumismus wird hier richtig zerfetzt.

Fühl dich ruhig angegriffen, denn deine Schale, ob Lederstiefel oder Justus-Haarschnitt, ist leichter zum Bröckeln zu bringen als vergammelter Putz.

Euer Genuss basiert auf dem Rücken aller Einwanderer und Flüchtenden: Dein Plastikturban, gebracht von Hassan aus dem Irak, dem Geschundenen.

Das Geld fürs Konzert, weil ihr immer noch von Papas und Mamas Geld lebt. Niemals gekellnert oder „gehustlet“ und trotzdem denkt ihr, wenn ihr kommt, dann ist es die Welt, die erbebt.

Dabei ist es nur eure Fantasie, und ihr habt beim Keine-Musik-Konzert gemerkt: „Shit, ich bin gar nicht unique, sondern einfach nur ein Produkt aus purem Kommerz.“

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