Amerika
Amerika bedeutet für mich eine Rückkehr zur Erde.
Nicht im geografischen Sinn, sondern im Gefühl.
Ich war immer beeindruckt von der Haltung vieler indigener Kulturen,
von ihrer Achtung vor der Natur und ihrem Verständnis,
dass der Mensch nicht getrennt von ihr existiert,
sondern Teil von ihr ist.
Diese Vorstellung hat etwas Heiliges,
etwas, das mir heute oft fehlt in unserer schnellen, lauten Welt.
Mich berührt, wie selbstverständlich dort Dankbarkeit gelebt wird.
Für den Himmel, für das Wasser, für jedes Tier,
das man jagt, und für jedes Korn, das wächst.
Dieses Bewusstsein hat mich gelehrt,
wie wichtig es ist, das Leben nicht zu konsumieren,
sondern es zu teilen.
In jedem Moment, in dem ich in der Natur bin,
spüre ich das: eine Art leise Verbindung,
die nicht gesprochen werden muss.
Amerika hat mir gezeigt,
dass Spiritualität nicht immer Meditation oder Philosophie sein muss.
Manchmal ist es einfach das Gefühl,
wenn der Wind über die Haut streicht,
wenn man barfuß auf der Erde steht
oder den Atem eines Tieres spürt.
Es ist dieses Wissen, dass wir alle miteinander verbunden sind,
und dass jeder Gedanke, jede Handlung Wellen schlägt,
auch wenn wir sie nicht sehen.
Ich finde in dieser Haltung viel Trost und Orientierung.
Wenn ich draußen bin, allein in der Natur,
merke ich, dass ich kein Zuschauer bin,
sondern Teil eines großen Ganzen.
Dann wird alles still,
und ich weiß wieder,
dass es reicht, einfach da zu sein.