Afrika
Afrika hat für mich etwas zutiefst Lebendiges.
Ein Kontinent, der Geschichte in sich trägt,
und trotzdem immer wieder neu klingt.
Mich fasziniert, wie viel Vielfalt,
wie viel Wissen und wie viel Seele hier zu finden ist.
Und wie wenig davon bei uns wirklich wahrgenommen wird.
Was mich am meisten berührt,
ist die Idee von Ubuntu:
„Ich bin, weil wir sind“.
Dieser Gedanke,
dass das eigene Wohl nie losgelöst vom anderen existiert,
sondern dass Menschlichkeit etwas Gemeinsames ist.
In einer Zeit, in der vieles auseinanderdriftet,
ist das für mich ein Gegenentwurf:
Leben als Verbindung, nicht als Konkurrenz.
Afrika erinnert mich daran,
dass Wissen nicht immer geschrieben steht,
sondern in Menschen lebt,
in Geschichten, in Musik, in Bewegung.
Dort, wo etwas geteilt wird,
entsteht Bedeutung.
Und wo Menschen zusammenkommen,
wird Erinnerung zu Kultur.
Ich sehe in Afrika eine große Kraft,
eine Energie, die sich nicht festhalten lässt.
Sie ist rhythmisch, warm, manchmal wild,
aber immer verbunden mit der Erde.
Vielleicht ist das auch das,
was mich am meisten inspiriert:
diese tiefe Selbstverständlichkeit,
mit der Leben gefeiert wird,
trotz allem, was war.
Afrika steht für mich für Gemeinschaft,
für Menschlichkeit im wahrsten Sinn des Wortes,
und für die Erinnerung daran,
dass wir ohne Verbindung
nichts sind.